Erstes Video vom Rubjerg Knude März 2006
20.November 2006 Die Drillinge
HA! Es hat geklappt. Habe soeben den ersten Film von der Digicam in ein Flashformat umgewandelt und gleich in den Blog integriert. Die Datei ist ca. 600Kb groß, sollte aber eigentlich niemand abschrecken. Viel Spaß! Zum Forums-Thread
Die Westküste Dänemarks im nördlichen Jütland ist eine Abtragungsküste. Auf rund 15 km zwischen Lønstrup und Løkken werden eiszeitliche Sandablagerungen von etwa 50 m Höhe über dem Meeresspiegel durch die Erosion der Nordsee mit einer Geschwindigkeit von mehreren Metern pro Jahr abgetragen, es bildet sich eine Steilküste (Lønstrup Klint) mit vorgelagertem Sandstrand wechselnder Breite.
Die Rubjerg Knude bildet den höchsten Punkt der Steilküste von Lønstrup. Sie erreicht eine Länge von bis zu 1.900 Metern und eine Breite von bis zu 400 Metern. Die Düne erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und fällt zum Meer hin steil ab. Zu den 50 m des Küstenkliffs hat der Wind in den vergangenen Jahrzehnten den durch die Erosion losen Sand um weitere 50 m aufgehäuft, so dass sie mit bis zu 100 Metern Höhe die größte Wanderdüne Europas ist. Die größte “stationäre” Düne Europas ist die Dune du Pyla in Frankreich.
Am 27. Dezember 1900 wurde an der Küste von Rubjerg hinter einer damals nur zwei bis drei Meter hohen Düne das Fyr, der 23 Meter hohe Leuchtturm, zusammen mit vier Nebengebäuden (den Wärterhäuschen) eingeweiht. Er sandte alle halbe Minute einen langen weißen Lichtstrahl und anschließend zwei kurze Blitze aus. Dieses Signal konnte bis zu 42 Kilometer weit wahrgenommen werden.
Rubjerg Knude wanderte, getrieben vom Wind, weiter und erreichte schließlich eine Höhe von etwa 50 Metern. Der Leuchturm war nun vom Meer aus nicht mehr zu sehen. Er wurde am 1. August 1968 abgeschaltet. Einen unmittelbaren Ersatz gab es wegen der verbesserten Navigationstechnik nicht.
In den Jahren 1994 und 1996 entfernte man die Dächer zweier Gebäude, weil die Gefahr bestand, dass diese unter dem Gewicht des Sandes einstürzen könnten, wobei möglicherweise Touristen hätten verletzt werden können. Bis 1997 befanden sich im dritten Gebäude noch ein Flugsandmuseum und eine Cafeteria. Ein Jahr später waren alle drei Gebäude in der Düne verschwunden.
Im Januar 2003 wurde auch vom vierten und letzten Haus das Dach abgenommen. Dabei war der Leuchtturm nie vollständig im Sand versunken. Durch Abwinde an den Turmfassaden bildete sich um den Sockel eine zunächst kleine Delle, welche sich mit den Jahren zu einer bis zu zehn Meter tiefen Mulde entwickelt hat. 2004 ist die Düne weitergewandert und das erste Haus ist im Begriff, wieder zum Vorschein zu kommen - es wird aber auf Grund der Erosion in wenigen Jahren ins Meer stürzen.
Die Düne wandert zur Zeit Richtung Nordost und flacht sich dabei mit den Jahren ab. Noch ist sie zwischen 90 und 100 Meter hoch.
Alle Infos hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rubjerg_Knude
Artikel gespeichert unter: Ferienhaus Dänemark, Rubjerg Knude, Leuchttürme, Dänemark Videos
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bisher 2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben
Paulus | 24.November 2006 at 9:38 am
Schöne Geschichte. Wir wußten gar nicht, das die Häuser bald auf der anderen Seite wieder rausgucken und dann wirklich alles ins Meer stürzen wird. Schade um den schönen Leuchtturm Rubjerg Knude.
Paulus und Spekulatzius
Die Drei | 24.November 2006 at 11:45 pm
So, hier noch ein Video. War ein Test bei YouTube.com, war aber soweit alles OK. Habe das komplette embed Tag hier eingebunden.
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